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Ovali, so nennt die Fangemeinde den Brezelkäfer, der keiner mehr ist weil ihm der Mittelsteg im Heckfenster fehlt. Hierdurch ergibt sich eine kleine durchgehende Heckscheibe in ovaler Form, die diesem Modell seinen Spitznamen verleiht. Es war der 10. März 1953 als der erste Ovali das Werk in Wolfsburg verließ. Die durchgehende Glasscheibe ist 23 Prozent größer als die zwei Fensterhälften. Das kam damals so gut an, dass viele Besitzer älterer Käfer den Brezelsteg aus ihrem Käfer sägten und eine durchgehende Scheibe aus dem Zubehörhandel einbauten. Aus heutiger Sicht wohl der Frevel schlechthin. Damals aber gar nicht so selten.

Kurz vor Weihnachten 1953 konnten sich Käferfreunde über einen um fünf PS erstarkten Serienmotor des Käfers freuen. Statt bisher 25 bekam man nun 30 PS. Klingt nicht viel, sind aber satte 20 % und war damals recht bemerkenswert. Die Leistungssteigerung erreichte man durch eine Anhebung des Hubraums von 1131 ccm auf 1192 ccm, sowie eine Erhöhung der Verdichtung von 5,8 auf zunächst 6,1, später 6,6. Dies war die Geburtsstunde des 1200er Motors. Am 5. August 1955 feierte Wolfsburg unter Leitung des Volkswagenchefs Heinrich Nordhoff die Produktion des eine millionsten Volkswagens. Der millionste Käfer, der dieses Fest krönte war ein wirklicher Augenschmaus sein Lack glänzte in Goldmetallic die Stoßstangen wurden mit tausenden Glasperlen verziert und die Polster waren mit feinstem Brokatstoff bezogen. Heute steht er im Automobilmuseum in Wolfsburg. In diesem Jahr bekam der Käfer ein zweites Auspuffrohr und dieses charakteristische Erscheinungsbild behielt der Käfer bis zur Einführung des Katalysators.

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Auf der gegenüberliegenden Seite vom Auspuff liegt der vorderen Gepäckraum und den vergrößerte man durch eine geschickte Änderung des Kraftstofftanks. Diesen baute man nach oben hin flacher und vergrößerte sein Volumen nach unten hin, hierdurch blieb der Tankinhalt bei 40 Liter und das Fassungsvermögen des Kofferraums wuchs von 70 auf 85 Liter. Für den US Markt bekommt der Exportkäfer einen zusätzlichen Bügel über der Stoßstange. Vorn durchgehend und hinten zweigeteilt. Einen Zweiten Außenspiegel erhält der Käfer im Jahr 1956. Die nächste auffallende Veränderung erfährt der VW im August 1957, da nämlich weicht das kleine ovale Heckfenster einem wesentlich größeren eher rechteckig gehaltenen Fenster. Das Ende des Ovalis nach viereinhalb jähriger Bauzeit. Übrigens wurde bis hierher immer noch gewinkt und nicht geblinkt. Winke, winke, Ovali.

Erklärung     

Makelloser Zustand, ohne Mängel an Optik, Technik und Originalität, Wie neu oder besser.

Guter, mängelfreier Zustand, mit leichten Gebrauchsspuren, keine fehlenden Teile.

Gebrauchter Zustand mit üblichen Spuren der Jahre. Kleinere Mängel, jedoch voll fahrbereit.

Verbrauchter Zustand, nur bedingt fahrbereit. Einige Teile können fehlen oder defekt sein.

Restaurationsbedürftiger nicht fahrtüchtiger Zustand. Komplett- oder Teilzerlegt, fehlende Teile.

aktueller Marktwert

Ovali

Note 1

22.000 Euro

Note 2

15.500 Euro

Note 3

8.800 Euro

Note 4

4.200 Euro

Note 5

1.500 Euro

         Empfehlung

Für Liebhaber und Sammler, die dieses Fahrzeug nicht als Alltagsfahrzeug bewegen wollen.

Für Liebhaber, mit Sammel- und Nutzungsgedanken Gute Ausgangsbasis für Note 1 Restauration.

Alltagsfahrzeug für tägliche Nutzung, gut für Werterhalt und Wertsteigerung.

Fahrzeug für Bastler, die vor der Nutzung viel Zeit und Geld investieren können.

Fahrzeug für Menschen mit starken Nerven und dicker Brieftasche, oder als Teileträger.

Richtwerte

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